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DSC 256432 Teilnehmer 2008, diesmal 39, langsam sieht man, dass es kein zuverlässigeres und faireres Segelrevier gibt als die Lagune in Burhave. Aber fangen wir von vorne an.

Bei der Ranglistenregatta in Köln kam der Gedanke auf, Ohlenstedt um eine Woche nach hinten zu verschieben um unseren Süddeutschen eine Woche kompaktes Segeln im Norden zu ermöglichen. Nach der Rangliste in Ohlenstedt zogen 5 Segler weiter nach Burhave, um dort Salzluft und -wasser zu kosten. Am Montag halfen mir Peter, Frank, Hermann und Thomas die Tonnen aus Bremen auszulegen um an den nächsten Tagen schon mal auf der Lagune segeln zu können. Leider wurde schon hier zum Teil so verkrampft gesegelt, dass Huub seine beschädigte neue Fusion vom Wasser genommen hat. - Schade, warum das aggressive Verhalten auf dem Wasser ?

2013 05_dm_max-1Zum Dienstag möchte ich hier den Bericht von Peter Hackl aus dem RC-Network zitieren:

„Am Dienstag nahm sich Max die Zeit, um mit uns Bayern einen Ausflug nach Bremerhaven zu machen. Wir besichtigten den Containerhafen, waren auf dem Aussichtsturm oben, von wo man einen gigantischen Ausblick in alle Richtungen hatte.“ (Nach einem Schlenderspaziergang durch den Museumshafen gabs noch eine einstündige Bootsrundfahrt durch den Kaiserhafen, wo die beeindruckenden Autotransporter,  Offshore-Wind- und Dockanlagen aus nächster Nähe bestaunt werden konnten. Ergänzung durch den Verfasser des Artikels)  „Zum Abschluss dieses sehr interessanten Ausflugs fuhren wir in den Fischereihafen und kehrten zum Mittagessen in einer Fischbratküche ein, wo es für wenig Geld eine riesen Portion gebratenen Fisch mit Kartoffelsalat gab. Maxl, Dir als unser hervorragender Fremdenführer sei hier nochmals unser großes Dankeschön ausgesprochen!!! Am Dienstagabend war dann in Burhave ei2013 05_dm_max-2n Maibaumumzug mit anschließendem Tanz in den Mai. Thomas Edom trommelte ein paar Segler zusammen, die beim Umzug mit gingen. Für Frank und mich war das die Gelegenheit, uns in unsere Lederhosen zu schmeißen und mit der IOM- und der Beachflag der RC-Segelfreunde- Karlsfelder See mitzulaufen. Thomas, sollte darüber bei euch in der Zeitung ein Bericht erscheinen, bitte lass ihn mir zukommen. Auf alle Fälle, es hat riesen Spaß gemacht. Zum anschließenden Maitanz waren wir dann allerdings zu müde nach diesem erlebnisreichen Tag.

2013 05_dm_max-3Nun zum eigentlichen Hauptteil unserer Reise in den hohen Norden, die Deutsche Meisterschaft der IOM auf der Nordseelagune. Wir konnten ab Mittwochmittag nach Herzenslust segeln und das bei Bedingungen, wie wir Segler aus Süddeutschland sie auf keinem unserer Reviere antreffen. Super Wind, herrlicher Sonnenschein und eine echt freundschaftliche Stimmung unter den Seglern. Zum Training am Donnerstag muss ich noch etwas loswerden. Der Veranstalter stellte uns Seglern freundlicherweise das Revier zur Verfügung, damit wir dort trainieren können um uns mit den dortigen Windverhältnissen vertraut zu machen. Wir hatten von Max die Startmaschine, die Bojen waren gelegt und wir sprachen uns ab, welchen Kurs wir segeln wollten. Es war also alles bestens angerichtet für ein gutes Training. Leider gab es aber einige Segler, die immer wieder ihren eigenen Kurs festlegten und segelten, was dazu führte, dass es zu einigen Karambolagen kam, die ganz schön heftig waren. Ich finde es sehr schade, dass bei so einem Training die Regeln zu wenig beachtet werden und wild durcheinander gefahren wird. Entschuldigung, aber das ist meine Meinung. Es kann einfach nicht sein, dass Segler ihre Boote aus dem Wasser nehmen, weil das Risiko einer Beschädigung zu groß ist.“

2013 05_dm_max-4Freitag, 3. Mai: Fast pünktlich um 12.15 h begannen wir mit den ausgelosten Einteilungsläufen der drei Gruppen. Die Lagune zeigte sich von ihrer besten Seite, indem wir die lange Startkreuz in Ost – Westrichtung benutzen konnten. Bis aufs Gate und die Ziellinie konnte man auf der Höhe seines Bootes mitgehen. Im Laufe des Nachmittags  schwächelte der Wind, so dass wir am Ende um 17.10 h die Regatta für den ersten Tag nach 5 Durchgängen vorzeitig abbrachen. Wie immer kam dann der Wind fünf Minuten später aus der entgegengesetzten Richtung mit 3 Bft. wieder. Wegen des verfrühten Endes organisierte Thomas Edom im benachbarten Yachtclub ein Grillen in der dortigen Grillhütte. Um 18.15 h war der Schwenkgrill durchgeglüht , den Oli unter Opferung seiner Unterarmbehaarung mit affenartiger Geschwindigkeit bediente. Der Club hatte mit Geschirr ausgeholfen.  Der Butjadinger Yachtclub wurde zur Basis der „heimatlosen“ Womo- Auto – und Caravanfahrer. Seit in dem Verein ein neuer Vorstand vorsitzt, fühlt man sich in dem Verein gegenüber 2008 richtig wohl.

Samstag, 4. Mai. 9.30 h begannen wir bei schönem A-Rigg-Wetter an der kurzen Westseite der Lagune. Um die Mittagszeit drehte der Wind  zurück auf NW, so dass wir wieder die lange Seite der Lagune aufkreuzen konnten und das meistens unter B-Rigg.  Zur Stärkung gab es im Lagunenrestaurant Nudeln mit Hackfleischsoße. Gegen 16.00h musste die Bahn nochmals verlegt werden, weil der Wind auf SW gedreht hatte. Jetzt starteten wir vor der betonierten Überlaufkante diagonal auf die Südwestecke des Beckens. So extrem in ihren Ausmaßen hatten wir bisher die Lagune noch nicht genutzt. Aber getreu dem Motto: Egal woher der Wind kommt, wir haben immer ideale und faire Segelbedingungen. Nach 11 Durchgängen wurde um 17.30 h  der seglerische Teil dieses Tages beendet, weil wir um 19.00 h zum gemeinsamen Essen mit 52 Personen angemeldet waren.

2013 05_dm_max-5Sonntag, 5. Mai: Die Sonne begrüßte uns bei ruhigem A-Rigg-Wetter. Die kurze Bahn an der Lagunenwestseite forderte zum Tanz auf dem Wasser auf. Mit Grummeln im Bauch versuchte ich alle Segler und Observer nach Dieters ruhigen Ermahnung am Samstag nochmals darauf hinzuweisen, ihre Aufgaben und Pflichten intensiv wahrzunehmen . Ob die Segelei danach entspannter abgelaufen ist, sei dahingestellt. Wir schafften mit einer 45-minütigen Mittagsunterbrechung bis 14.15 h noch 4 Durchgänge und konnten fast pünktlich um 15.05 h mit der Siegerehrung beginnen.

An dieser Stelle sei noch einmal gedankt Dieter und Birgit Lagemann (Wettfahrtleitung und Tafel /Zieleingang), Elke Wissmann (Tafel / Observer),Claudia Lehmann (Tafel), Klaus Rieder(Coputer /Rechenzentrum),Anne Frieling (Zieleingang). Hervorragend war die Unterstützung durch die Gemeinde und die Touristiggesellschaft und die  Sponsoren . Unterschiedliche Auffassungen der Regelauslegungen gab es zu Hauf , wenn man den anschließenden Thread im Internet verfolgte. Insgesamt hatten wir an den 3 Tagen  15 Durchgänge geschafft. Ohne die vielen Protestverhandlungen wären sicher mehr Rennen absolviert worden und  -aus meiner Sicht - die Veranstaltung ein toller Erfolg gewesen. Spannend aus meiner Sicht stellte sich der Endkampf am Sonntag zwischen dem Altmeister Jens und mir dar, da ich anfing zu schwächeln. Am Ende gereichte mir aber ein höherer Streicher zum Titelgewinn, von dem ich vorher aufgrund der Doppelbelastung- Veranstalter und Teilnehmer- nicht zu hoffen gewagt hatte. Glückwunsch von uns allen an Huub, der den Internationalen Deutschen Meistertitel vor Walter Geurts erringen konnte.

Euer Max

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