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Wie schon einige Jahre zuvor hat sich der Modellclub Flensburg e.V. wieder der DM angenommen und bei der Vorbereitung und der Durchführung keine Mühen und Kosten gescheut, um den 26 Teilnehmern eine würdige Veranstaltung zu bieten.

Die Wettfahrtleitung hatten die erfahrenen RC-Segler Hartmut Neubert und Horst Becke, die sicherlich mit Bedauern eine eigene Teilnahme zum Wohl der Starter zurückgestellt haben.

Für Essen und Trinken sorgte wie immer die DLRG und bei dem kalten Wetter kamen heisser Kaffee und warme Suppe bestens an.

stand1g Um einen optimalen Blickwinkel für die Starter zu bieten, hat der Verein wieder tief in die Vereinskasse gegriffen und ein ca. 2,50 m hohes Gerüst aufbauen lassen, auf welchem die Starter stehen konnten. stand2g

 

Neben Hartmut Neubert war Jens Brüggen voll im Einsatz beim Bojen legen und als Observer und Schiedsrichter. Jens hatte seine liebe Mühe mit den bösen und/oder schlitzohrigen Seglern denn die taten oftmals alles andere als so fair zu segeln wie es sich Jens idealistischerweise vorstellte. Jens segelt selbst schon eine Weile nicht mehr und hat vielleicht schon etwas vergessen wie schwierig es manchmal ist, einer kritischen Situation rechtzeitig aus dem Weg zu gehen. Oft ist es auch keine böse Absicht, wenn ein „Schuldiger“ seinen Kringel nicht sofort dreht; in der Hitze des Gefechts ist es einfach schwierig, immer sicher zu sein, ob man selbst oder doch der Andere…….! Auch die Anweisung, unmittelbar und sofort seinen Kringel zu drehen, halte ich nicht für optimal, da es zu zusätzlichen und unnötigen Schwierigkeiten auch für die anderen Teilnehmer kommen kann. Viel besser ist, zu verlangen, dass der Verursacher 2 x laut und deutlich ankündigt, einen 360-er zu drehen, und nochmals laut und deutlich hören lässt, wenn er ihn ausgeführt hat. gedraengeg

 

 

 

 

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Wie aus der Ergebnisliste ersichtlich heißt der neue und oftmals alte Deutsche Meister Janusz Walicki, GER 06. Er kam mit einem neuen Boot, ausgerüstet mit einer Pendelfock und es schien, dass auch Janusz Anfangsschwierigkeiten mit dem Ganzen hatte.
Ganz so leicht war es dieses Mal für die GER 06 nicht, denn die GER 61 und die GER 165 waren an den beiden ersten Tagen vor dem Meister. Am dritten Tag bedurfte es der ganzen Konzentration und der Erfahrung des Meisters sowie einem gewissen Pech und Unvermögen der beiden Gegner, um doch noch die Nase vorn zu haben. Wäre auch schlimm gewesen, fahren diese doch „Feindboote“. verfolgungg

 

 

 

ger61gDie alte Margo von GER 61, durchweg ausgerüstet mit Swing-Riggs lief bei stärkerem Wind sehr gut, leider war einmal Winschausfall, in Führung liegend, zu verzeichnen, also letzter Platz in diesem Lauf. Am letzten Tag brachte ich mich bei den Starts entweder selbst unnötig in die Bredouille oder wurde Opfer vom Unvermögen Anderer.

 

ger165gStefan Kreiss, GER 165, war mit seinem australischen Boot und den Shroudless-Riggs ebenfalls sehr schnell. Insbesondere bei starkem Wind war die Speed beeindruckend. Er hatte, sagen wir es so, wenig Glück mit den Schiedsrichtern und der Jury, manchmal m. E. zu Unrecht. Zu allem Übel kam in einem Lauf, vorn liegend, noch ein Fockplatzer dazu. Unter diesen Umständen ist ein dritter Platz ganz hoch aufzuhängen.

Mit der GER 06 waren zahlreiche weitere Walicki-Boote im Rennen. Einer behauptete, mindestens 18 von den 26 ,also 70 %! Peter Gernert würde sagen, Janusz hätte seine Werksfahrer mitgebracht. So gehässig möchte ich nicht sein, meinte aber beobachtet zu haben, dass die mit Walicki-Booten ausgerüsteten Segler manchmal sehr rücksichtsvolle Gefolgsleute (im wahrsten Sinne des Wortes) waren, die im Zweifel dem Meister gehorsam NACHfolgten oder im Zweifel folgsam auswichen. Dabei waren die im Schlussklassement auf den Plätzen 4 bis 6 liegenden GER 10, GER 452 und GER 17 nicht nur schnell, sondern manchmal etwas schneller als die GER 06. In den ersten Läufen fuhr Ronald Enkelmann, GER 452, uns Anderen so davon, dass wir schon das Schlimmste befürchteten. Die GER 10, Peter Rutetzki, war mit einem alten Großsegel von seiner Paradox, angepasst an den Walicki-Mast, ebenfalls sehr schnell. Die GER 17, Bernhard Graubmann, hatte aus meiner Sicht das absolut schnellste Walicki-Boot, war jedoch etwas zu zurückhaltend und anständig bei seinen Läufen. In einem Rennen konnte ich beobachten wie GER 17 ,der GER 06 folgend, etwas schneller war und bei entsprechender Taktik und etwas weniger Ehrfurcht am Meister hätte vorbeigehen können, es dann aber mehrmals dabei bewenden ließ, abzufallen oder hinten durchzufahren.

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Die DM hätte mehr als 26 Teilnehmer verdient, denn Organisation und Gelände waren optimal. Weshalb so wenig kamen entzieht sich meiner Kenntnis. Positiv daran war die Möglichkeit in nur 2 Gruppen zu starten und so kamen für jeden Teilnehmer stolze 29 Läufe zusammen, was die Nichtgekommenen für das nächste Mal sicherlich überlegen lässt.

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