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10R Regatta „Op Kölsch“

Am 17/18. März wurde die 2012er Ranglisten Saison der im DSV organisierten RC Segel klassen eröffnet. Nach mehreren Jahren Pause begann die Saison am Fühlinger See in Köln mit einer durch den MBR organisierten 10R Schwerpunkt Ranglisten Regatta. Mit insgesamt 19 Meldungen bei den 10Rn war deutlcih zu erkennen, dass die Segler froh über das Ende der Winterpause waren.  Aufgrund von 2 kurzfristigen Absagen waren am Ende 17 10R in 2 Gruppen am Start. Interessant hierbei die Tatsache, dass 16 der Boote  reine 10R waren und lediglich ein doppelt vermessener M / 10R.

Am Samstag früh wurden wir ersteinmal von einer kompletten Flaute empfangen und unschöne Erinnerungen an die abgelaufene Saison wurden wach. Mit etwas Geduld konnte aber gegen 12:30 der erste Einteilungslauf gestartet werden. Es war ein langer Dreieckskurs gelegt und der noch immer leichte Wind sorgte für lange Läufe mit enstprechenden Chancen am Start gewonnene oder verlorene Plätze zu verlieren oder zu gewinnen.  Nach der morgentlichen Flaute zeigte sich dann am Nachtmittag ein anderes unschönes Problem – die Wasserpflanzen. In jedem Lauf hatten ein oder mehrere Segler die grüne Pest am Kiel oder Ruder und bei dem wenigen Wind machte sich der Zusatzwiederstand gnadenlos bemerkbar.

Am Ende des Tages hatten wir bei trockenem und z.T. sonnigem Wetter 13 Durchgänge gesegelt und es zeichnete sich ein Zweikampf zwischen Klaus-Peter Schmidt und Heinz Bohn um die Spitze ab.

Am zweiten Tag wurden wir von leichten gedrehtem aber stärkeren Wind empfangen und es begann pünktlich im 10:00 mit der ersten Wettfahrt des Tages. Es wurde anschließend in schneller Folge in A und B Gruppe gesegelt, so dass am Ende 24 Läufe gesegelt werden konnten. Durch die konstante Windrichtung über Nacht war das Krautproblem vom Vortag kein Thema mehr. Die neue Windrichtung brachte aber ihre Eigenarten mit dem ein oder anderen Windloch und nur schwer vorhersehbaren Winddrehern mit sich.

Am Ende wurde die Revierkenntnis der Einheimischen belohnt und Klaus-Peter Schmidt konnte vor Heinz Bohn und Jürgen (Yogi) Peters die erste 10 RL-S für sich entscheiden.

Anzumerken sind noch zwei Sachen.

  1. Die Vielfalt der 10R Entwürfe ist sehr erfreulich. Auf den ersten drei Plätzen waren mit der Graffito, Diamond und Tension drei unterschiedliche Entwürfe und sowohl Swing als auch konventionelles Rig. Am Ufer liegend betrachtet war die Vielfalt der Rumpf und Riggkonzepte auffällig auf dem Wasser war aber kein ausgesprochener Favorit zu erkennen. Egal ob ganz aktuelle Graffito, Diamond, Karneol SL und Druffundweg oder eine mehr als 10 Jahre alte Viry Easy alle waren mal am vorderen Ende des Feldes. Diese Vielfalt und Ausgewogenheit ist sicherlich ein wesentlich Reiz der 10R Klasse.
  2. Mit Frank Römer und Tommy Lühmann waren zwei der für ihr großes IOM Engagement in Bremen bekannte Segler am Start. Beide mit Leihbooten zum „anfüttern“ versorgt hatten nach eigenem Bekunden großen Spaß an der Erweiterung des Horizonts und der Erfolg blieb auch nicht aus. Tommy gewann gleich seinen Einteilungslauf und konnte auch anschließend immer wieder das ein oder andere Highlight zeigen. Ein optische Täuschung oder ähnliches und daraus resultierende Probleme an der Tonne 2 verhinderten eine bessere Platzieung wobei ein 11 Platz in einer neuen Klasse und mit einem fremden Boot aller Ehren wert ist.
    Frank macht es ganz anders. Er segelte in seiner vom IOM bekannten ruhigen und unauffälligen Art. Er beobachtete immer wieder den Lauf an dem er nicht teilnahm um für den folgenden Lauf vorbereitet zu seinund wurde am Ende mit einem sehr guten 4 Platz belohnt. Mit dieser Platzierung konnte er eine Vielzahl von alten Hasen aus der 10R Szene hinter sich lassen.
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