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IMG 0734Ich war zum ersten mal an diesem Revier zum segeln und muss sagen ich bin sehr begeistert. Wenn es tatsächlich so ist wie der Organisator Klaus Junker sagt und die immer diesen Wind haben - er baut sich über einer großen Ebene auf und kommt daher schön stetig immer aus der richtigen Richtung. Hoffentlich haben wir noch oft Veranstaltungen mit den größeren Booten dann werde ich auf jeden Fall wieder kommen. An diesem Wochenende hatte Gerhard Geburtstag und musste daher vorgelassen werden außerdem hatte ich versprochen einen Bericht zu schreiben. Leider hat mich der Arbeitsalltag davon abgehalten aber Gerhard war so nett den Bericht für mich zu erstellen. Henning

 MG 9851Am 9. und 10.August 2014 fand diese Regatta im schönen Frankenland statt. Hauptorganisator war Klaus Junker. Seine Mitstreiter waren kurzfristig ausgefallen wegen Urlaub oder Krankheit. So musste er mit Hilfe von Walter Luitz und Gabi Ott die Sache stemmen. Erschwert wurde das Ganze durch die Tatsache, dass der See wesentlich weniger Wasser als üblich hatte, da er im Winter abgelassen wurde und der Regen in diesem Landstrich dieses Jahr eher spärlich war. So musste Klaus die relativ schweren 10er jedes Mal ins Wasser tragen und auch wieder heraus holen, was er mit Ausdauer und Bravour meisterte. Das Wasser im See war, wie an diesem Ort gewohnt, sehr sauber (Badequalität) und so hatten wir im August und nach großer Hitze die Wochen zuvor überhaupt keine Probleme mit Kraut.

 MG_9821Zu allem Glück blies auch noch ein frischer Wind, am ersten Tag oftmals grenzwertig A und am zweiten Tag guter A-Wind. Auch die Sonne war präsent und so war es ein rundherum gelungenes Segel-Wochenende. Klaus hat es sich nicht nehmen lassen, auch noch für die Verpflegung zu sorgen und kredenzte am Samstag einen deftigen fränkischen Wurstsalat mit Bauernbrot. Dieser Wurstsalat wird wohl in die Geschichte des RC-Segelns eingehen, denn der heftige Wind sorgte dafür, dass er – so man nicht höllisch aufpasste – zum fliegenden Wurstsalat wurde.

 MG_9796Henning möchte zu jeder Regatta einen kurzen Bericht haben, vergaß aber wahrscheinlich, jemanden dafür zu bestimmen. Damit die 10er-Klasse nicht noch mehr in Vergessenheit gerät, habe ich mich aufgerafft, aus der Erinnerung zu diesem event ein paar Zeilen beizutragen. 9 Unentwegte waren es schließlich trotz Urlaubszeit, die sich einfanden. Im Einzelnen:

539. Peter Hackl mit einer Kamsin.
Peter hatte aber von Beginn an mit „Kinderkrankheiten“ an dem brandneuen Boot zu kämpfen. Den meisten Ärger machte die Rudermaschine. Ohne Ersatzservo seitens Peter musste Hermann Etzel aushelfen. Erst größere Anpassarbeiten führten zu einem Ergebnis, das aber auch nicht lange hielt und so musste Peter passen und mit dem letzten Platz vorlieb nehmen.

3228. Eberhard Schuch mit seiner Druffundweg.
Auch Eberhard kam nicht so richtig in die Gänge. Er sollte einfach öfter zu Regatten kommen.               

197. Gerd John mit seiner Diamond.
Auch Gerd hatte immer wieder Probleme bei dem starken Wind. Am Ende des Fockbaum fehlte ein Abweiser und so wickelte sich die Fockschot bei jeder unpassenden Gelegenheit an dieser falschen Stelle herum. Ein simples Stück gebogenen Drahtes brachte schließlich Abhilfe, aber da war es für ein besseres Ergebnis schon zu spät.

816. Frank Hennig mit seinem französischen 10Rater (irgendein bretonischer Name, den ich immer vergesse!).
Mit Swingrigg versehen, die nicht immer zum Wind passten. Das Boot hat m.E. Auch ein bisschen zu wenig Blei für mehr Wind. Wenn ich Frank richtig verstanden habe, dann liebäugelt er mit dem Bau einer Kamsin, um in Zukunft besser mithalten zu können. Wenn er es dann noch versteht, vermeidbaren „Treffern“ auf dem Wasser aus dem Weg zu gehen, dann könnte das schon werden.

455. Volker Schwarz mit einer der ersten von Eberhard gebauten Druffundweg, die von mir ausgebaut und mit Swingrigg versehen wurde.
Da ich das Boot genau kenne, behaupte ich, dass es die schnellste aller Druff`s ist und auch das leichteste Boot vom ganzen Starterfeld. Volker ist mit dem Boot auch sehr zufrieden, aber auch bei ihm gilt: Nur Übung macht den Meister. Dass es geht, zeigt der gewonnene letzte Lauf!

204. Hermann Etzel mit einer Tension.
Dieses Boot hat meine Werkstatt vor längerer Zeit auch schon gesehen, ging inzwischen aber durch mehrere Hände und hat so manche Änderung erfahren. Es ist traditionell getakelt, aber der Glas-/Kohlerumpf ist schon ab Auslieferung von Peter Wiles relativ schwer (ca. 200-300g schwerer als ein Diamond- oder Kamsin-Rumpf). Dass man mit dem Boot trotzdem recht schnell sein kann zeigt Peter Wiles immer dann, wenn er zum Schwarzsee kommt und auch bei Regatten in England.          

683. Henning Faas mit einer Druffundweg Generation 3, wenn ich richtig weiß.
Auch Henning kämpfte bei dem starken Wind mit manchem Problem am und im Boot. Wenn ich richtig verstanden habe, meint Henning und auch Eberhard, dass die Version wie sie Volker fährt die schnellere ist. Mit einer Neuauflage ist deshalb zu rechnen. Wenn dann noch das Problem Wasser im Boot beherrscht wird......

1612. Walter Luitz mit der geliehenen Viry Easy.
Walter fuhr seine erste 10er-Regatta und das mit einem Boot mit Swingrigg!!! Er bestätigte meine Worte, wonach ein Segler, der ein zickiges IOM-Boot beherrscht, keine größeren Probleme mit einem gut getrimmten 10Rater haben wird. Die Viry Easy hat mit einem Blei von 4120g mit Sicherheit den höchsten Bleianteil vom ganzen Feld gehabt, ist zudem ein relativ breites Boot und so durfte der Wind ruhig etwas stärker sein. Die Viry Easy hat einmal mehr gezeigt, dass sie beim raumen Kursen und vor allem vor dem Wind sauschnell ist. Leider konnte ich kein B-Rigg für das Boot stellen und so hatte Walter nur die Wahl zwischen A- und C, wo ein gutes B-Rigg doch manchmal die bessere Lösung gewesen wäre. So ist der gute 2. Platz durch W. Unter diesen Umständen noch höher zu bewerten.

611. Gerhard Schmitt.
Mit viel Mühe und großer Anstrengung konnte ich den ersten Platz mit der neuen Kamsin einfahren. Anfangs ergaben sich noch ein paar „Kinderkrankheiten“, insbesondere durch eine digitale Segelwinde eines Fabrikats, das ich bisher nicht fuhr. Aus unerklärlichen Gründen machte die Winde an der Leetonne immer noch eine nicht gewollte und nicht vorgesehene Umdrehung zusätzlich und spulte so die Schot von der Trommel. Der Einbau einer guten, alten Graupner-Winde machte dem Spuk ein Ende. Das neue Boot war ansonsten eine Freude beim Segeln, denn sie „hing“ super an der Kreuz, hatte eine gute Beschleunigung und reagierte problemlos auf jedes Manöver.

GER61hard

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