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Am Wochenende trafen sich 22 Segler zur IOM Regatta an der Bevertalsperre in Hückeswagen beim SVWU, leider mussten 5 gemeldete krankheitsbedingt absagen. Samstagmorgen bei diesigem und kühlem Wetter fanden sich die Segler frühzeitig am Regattagelände ein, für heißen Kaffee war schon gesorgt, so dass der Kurs nachdem sich der Wind stabilisiert hatte, ausgelegt werden konnte.

Norbert Heinz als Wettfahrtleiter fragte die Segler ob sie damit einverstanden sind das Regel 31( berühren von Bojen) aufgehoben wird und wir mit erlaubter Bojen Berührung segeln, nach Zustimmung aller nahm er das in die Segelanweisung auf. Dies sollte als Test gelten um Erfahrungen damit zu sammeln, falls es in den RRS eine Regeländerung geben sollte, die das Bojen berühren erlaubt.

Nachdem die Gruppen eingeteilt waren, wir segelten in zwei Gruppen einen UP&Down Kurs ohne Gate , ging es pünktlich um 10:00Uhr mit dem ersten Lauf los, der Wind kam von links den See herunter( ich habe keine Ahnung was das für eine Windrichtung ist, deswegen von Links J) hatte aber zwischendurch immer mal wieder Dreher und Löcher parat, so dass das Segeln schon anspruchsvoll genannt werden konnte. Bis zum Abend, gegen 17:00 Uhr, wurden 11 Läufe gesegelt, ausschließlich mit Rigg Nr.1. In der Führungsgruppe lieferten sich Jens und Yogi oft interessante Zweikämpfe, wie auch Volkmar, Oliver und Max ein Kopf an Kopf Rennen, so das alle 5 sehr eng beieinander lagen was für den Sonntag noch mal richtig Spannung versprach

Die Stimmung war durchweg entspannt und freundlich ohne die Ernsthaftigkeit einer SRL vermissen zu lassen, was sicherlich auch an der souveränen Wettfahrtleitung von Norbert lag.

Den Samstag beendeten wir dann mit einem gemütlichen und sehr leckeren Grillabend im Vereinshaus des SVWU, an der Stelle nochmal vielen Dank an die Familie von Norbert und „Onkel Joachim“ für den tollen Einsatz hinter der Theke und am Grill.

Sonntag begann der Tag mit wunderbarem Sonnenschein und entgegen der Wettervorhersage mit Wind von Links ( J ) Nach dem ersten Lauf allerdings drehte der Wind so ungünstig das wir die Startstelle verlegen mussten, es gab einen kleinen Fußmarsch von gefühlten tausend Metern auf die Landspitze und der Kurs wurde neu ausgelegt. Leider gab es an der Stelle auch Kraut im Wasser was der eine oder andere auch angelte, aber es hielt sich in Grenzen. Nach 2 Läufen stellten wir dann fest, dass wir zu früh umgezogen waren, denn der Wind drehte wieder zurück und wir hätten an der vorherigen Startstelle wunderbar segeln können.                               Aber wer Entscheidungen trifft, der kann auch mal die falsche treffen, so ist das im Leben. Also kein Problem Norbert..

Die nächsten Läufe waren sehr anspruchsvoll, da der Wind sehr drehend war und teilweise auch einschlief. Wir segelten dann bis kurz vor 14:00 Uhr sieben spannende Läufe. Nur kurz unterbrochen durch eine kleine Pause in der das Team um Norbert, Kaffee und Kuchen sowie Brötchen zur Landspitze brachten und servierten, genial. So das am Ende 18 Läufe je Gruppe zusammen kamen, das kann sich schon sehen lassen.

Nun muss ich leider aber auch etwas kritisches Erwähnen, die Entscheidung Regel 31 aufzuheben, hat sich als nur teilweise praktikabel erwiesen. Einige/viele Segler haben das Tonnen berühren an der Luvtonne dazu genutzt zu unterwenden und dann mit Gewalt in die Lücke zu stoßen. So kam es oft vor das an der Luvtonne ein Gewusel entstand das dazu führte das der Segler der mit genügend Abstand an die Tonne auf Backbordbug kam gerammt wurde oder weil der andere zu tief war und an der Tonne nochmal auf Steuerbord-Bug umlegte, wurde er mit raus genommen, wenn er sich nicht festfuhr, was auch vorkam. In so einem Fall sind dann die anderen Segler oben oder unten durchgerutscht und man war schnell auf einem Abstiegsplatz. Das ist nicht Sinn der Sache und schadet einer Regatta nur. Allerdings gab es dieses Problem auch nur an der Luvtonne, an allen anderen Tonnen war das berühren eine „nette“ Angelegenheit, an die ich mich aber auch erstmal gewöhnen musste. Ich habe nach der Regatta mit Norbert über dieses Thema gesprochen und wir sind der gleichen Meinung was Regel 31 an dem Wochenende anging. Vielleicht müssen wir Segler uns auch erst an die Veränderung gewöhnen.

Aber das war auch schon das einzige Negative das ich berichten kann, ich habe die Regatta wie auch die Gespräche mit den anwesenden Seglern als sehr angenehm und das Wochenende als sehr schön empfunden und komme gerne wieder!

Zu den Platzierungen der ersten 5 :

Platz 1 Yogie   GER 15         40Pkt.

Platz 2 Jens     GER 124       42 Pkt.

Platz 3 Volkmar GER 31         45 Pkt.

Platz 4 Max       GER 25         47 Pkt.

Platz 5 Oliver   GER 93         48 Pkt.

Wie ihr seht eine ganz enge Geschichte eigentlich alle 5 gleich stark an diesem Wochenende (meine persönliche Meinung).

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