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Am 22. und 23.4.2017 fand die Frühjahrsrangliste am Ohlenstedter Quellsee statt. Von den ursprünglich 19 gemeldeten Teilnehmern kamen 18 pünktlich an. Huub musste sich krankheitsbedingt leider abmelden. Gute Besserung an dieser Stelle!

Die Bedingungen an diesem Wochenende waren fast perfekt. Wir hatten reichlich Wind, so dass fast durchgängig B-Rigg gefahren werden konnte und musste. Lediglich am Sonntag in der ersten Stunde waren die Boote mit A-Rigg ganz leicht bevorteilt. Allerdings war diese Riggwahl auch ein „Ritt auf der Rasierklinge“, da der Wind böig war und ein Kontrollverlust jederzeit passieren konnte. Fast perfekt und nicht ganz waren die Bedingungen deshalb, weil der Wind von links nicht parallel zum Ufer kam, sondern mit einem Winkel von ca. 45 -65 Grad. Dadurch war zum einen die Luv- und (bei manchen sogar) die Ablauftonne schlecht einsehbar. Das größere „Problem“ war allerdings, dass das letzte Viertel der Kreuz schon in der Abdeckung der Bäume lag, was zu einigen Drehern führte. Allerdings hat das schlussendlich das Ergebnis nicht verfälsch. Man konnte sich mit entsprechender Konzentration gut durchsegeln.

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Das Verhalten auf dem Wasser war nahezu vorbildlich. Und das trotz der starken Winde. Entsprechend gut war die Stimmung am Ufer. Gesegelt sind wir mit zwei Observern, die Thomas Edom, der die Wettfahrtleitung übernommen hatte, in den Läufen unterstützten. Thomas hat die Regatta souverän geführt und auf Winddreher mit den richtigen Entscheidungen reagiert. Ich denke, dass er auch seinen Spaß mit uns hatte und hoffe, ihn demnächst auch wieder häufiger mit Boot auf dem Wasser zu finden. Danke für deinen Einsatz! Vielen Dank auch an die Damen am Zieleinlauf! Ihr macht das wirklich souverän! Einen weiteren Dank auch an Klaus Rieder, der das Regattabüro sicher im Griff hatte und die weiteren Helfer, ohne die so ein schönes Wochenende nicht möglich ist. Last but not least vielen Dank an Tommy Lühmann, der das alles für uns immer organisiert!

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Eins habe ich noch vergessen… das Ergebnis…

Gewonnen hat Kym. Zweiter war Oli, der mich noch am Sonntagnachmittag abgefangen hat, nachdem ich mich am Vormittag nach vorne geschoben hatte. Muss wohl noch etwas an der Willenstärke und Konstanz arbeiten. Ein paar Anmerkungen zu den einzelnen Teilnehmern:

1. Kym GER 40: Verdienter Sieger mit 53! Punkten Vorsprung. Kym ist wieder mit einer Lintel MMX angetreten. Das Boot liegt ihm offensichtlich am meisten und die Bedingungen kamen dem Boot und offensichtlich auch ihm entgegen. Herzlichen Glückwunsch für diese erstklassige Vorstellung. Selbst wenn ein Start mal nicht perfekt war, war er am Ende eines Laufes wieder ganz vorne dabei.

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2. Oli GER 283 (257): Oli war mit einem Boot von Jürgen Passow angetreten. Nach anfänglichen Problemen kam er mit dem Boot immer besser zurecht und war wie immer vorne dabei. Mit seiner Fusion hätte er sicherlich Kym das ein oder andere Mal das Leben schwerer machen können. So aber musste er sich mit Yogi, Max und mir auseinandersetzen und hat uns schlussendlich souverän von Platz 2 ferngehalten.

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3. Volkmar GER 31: Mit 6 Punkten hinter Oli auf Platz 3. Das ginge auch schlechter und mit etwas mehr Wille und Konzentration vielleicht auch mal besser. Ich bin jedenfalls größtenteils zufrieden. In einigen Läufen hatte ich leichte Aussetzer zwischen den Ohren. An dieser Stelle noch mal eine Entschuldigung an die Betroffenen. An meiner Yovoto hat alles funktioniert, und dass der eine Steuerbordstart so schön funktioniert hat, hat mich sehr gefreut.

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  4. Yogi GER 15: Er scheint so langsam sein Starkwindtrauma zu überwinden! Oder es liegt an der Shuffle?! Yogi hatte etwas Pech, weil ihm einmal das Vorstag abgerissen ist, was ihn letztlich zwei Läufe kostete und er zudem 6 Läufe vor Schluss unverschuldet mit defektem Boot nicht weitermachen konnte. Die dafür erhaltene Wiedergutmachung hätte ihn fast noch an mir vorbeigebracht, aber eben nur fast 

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5. Max GER 25 (5): Max war wie immer sehr konstant unterwegs. Es fehlten ein wenig die ganz vorderen Platzierungen, die man von ihm eigentlich auch gewohnt ist. Unzufrieden war er aber wohl auch nicht.

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6. Frank Rudolph  GER 13: Frank hat sich am Sonntag mit seiner Yovoto ordentlich nach vorne gearbeitet. Am Samstag lief das Boot erst nicht so… Eigenverschulden, wie wir am Samstagnachmittag festgestellt haben. Nächstes Mal den Mastfall rechtzeitig kontrollieren!!!

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7. Manfred GER 276: Der „alte“ Regattafuchs kommt immer besser in Fahrt. Manchmal vielleicht noch etwas zu sehr auf Großboottaktik getrimmt, die bei uns nicht immer passt. Leider haben wir kein Foto Deiner Aqua, sorry, Manni!

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8. Guido GER 82: Guido ist mit seiner Yovoto toll gesegelt. Er war oft vorne zu finden und muss nur noch an der Konstanz arbeiten und ein paar überflüssige Fehler weglassen, dann werden die Ergebnisse noch besser.

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9. Frank Römer GER 66: Frank fing mit seiner Britpop etwas durchwachsen an, kam in der zweiten Hälfte der Regatta immer besser in Schwung. Insgesamt ist er aber meines Erachtens unter seinen Möglichkeiten geblieben.

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10. Tommy GER 22: Seine Yovoto läuft super. Er konnte auch einen Laufsieg  verbuchen und war am Sonntag nach einer Reparaturpause sehr konstant unterwegs. Ohne den Stress, den die Ausrichtung der Wettfahrt macht, wäre er mit einem freierem Kopf sicherlich auch weiter vorne zu finden gewesen.

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11. Ralf GER 54: Auch Ralf war mit einer Yovoto unterwegs. Am Samstag noch 8ter nach guten Platzierungen hat er am Sonntag etwas geschwächelt. Auch da geht mehr!

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12. Carsten GER 56: Carsten hat gezeigt, dass sein Sailfriend 3 bei den Bedingungen absolut konkurrenzfähig ist. Er war einige Male ganz vorne dabei. Schlussendlich machen dann aber zu viele kleine Fehler mitunter ein mögliches besseres Ergebnis zunichte.

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13. Jürgen GER 57: Jürgen, ebenfalls mit einer seiner JP Bird´s unterwegs, war wie so häufig mal vorne und mal hinten zu finden. Technische Probleme zwangen ihn teilweise zu Pausen, so dass schlussendlich kein besseres Ergebnis drin war. Die Erkenntnisse, die Oli mit seinem Boot ersegelt hat, dürften aufschlussreich sein. Ich bin mir sicher, dass wir demnächst ein noch schnelleres Boot von ihm sehen.  

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14. Rolf GER 80: Könnte mir denken, dass Rolf nicht ganz zufrieden ist. Die Fraktal hat bei den Bedingungen eigentlich mehr Potential. Ob es am vielleicht ungewohnt starken Wind lag, kann ich nicht beurteilen.

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15. Helmut GER 11: Helmut war mit seiner Britpop wie immer mit viel guter Laune auf dem Wasser unterwegs. Aufgefallen ist er mir einmal ganz besonders, als er mit in einer Böe außer Kontrolle geratenem Boot zwischen mir und der Tonne am Gate durchgeschossen ist. Glücklicherweise hat er mich nicht getroffen.

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16. Eric GER 70: Eric ist mir auf dem Wasser nicht so aufgefallen, so dass ich nicht sagen kann, ob er zufrieden war. Eric hat nebenbei tolle Fotos gemacht. Vielen Dank dafür!

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17. Hans GER 83: Hans hatte eine wenig mit dem Boot, sich und der Schwerkraft zu kämpfen. Er hatte seine Déjà-vu im Einsatz. Ich glaube, dass er mit seinem anderen Boot besser zu Recht gekommen wäre. Am Sonntag ist ihm dann noch der Sender aus der Sendertasche ins Wasser gefallen, was ihn zu einer Pause Zwang. Nach Einsatz des Föns ging es dann aber noch weiter…

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18. Aage GER 68: Die zweite RL-Regatta für Aage! Den Namen des Bootes kann ich mir (noch) nicht merken. War glaube ich eine Triton. Ein 9ter Platz als beste Platzierung und schon mehr Sicherheit auf dem Wasser. Am Sonntag konnte er nur einen oder zwei Läufe segeln und fiel dann aus. Den Grund weiß ich nicht. Da wir mit Observern segelten, hat er auch diese Seite jetzt mal kennengelernt.

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….und hier Platz 1 – 3 vereint :

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Ich glaube, dass bei so ziemlichen allen Seglern noch Potential schlummert. Wirklich positiv ist zu bemerken, dass das Verhalten am Start und auf der Bahn deutlich besser wird. Zwar wird noch immer zu viel am Start die Linie runtergefahren oder an Tonnen die Nase in Lücken gesteckt, die eigentlich keine sind, aber längst nicht mehr so, wie noch vor einigen Jahren. Insgesamt ist das Niveau m.E. gestiegen und das freut mich, denn je besser Regelkunde und Bootsbeherrschung ist, desto mehr Spaß haben wir auf dem Wasser.

Vielen Dank für die Fotos an Anne und Eric !

23.04.17 Volkmar GER131

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