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Den Auftakt zur Segelwoche in Lenzerheide haben auch dieses Mal die Segler der IOM Klasse gemacht. Am Wochenende 22 + 23 August haben sich bis zu 23 IOMler in die herrliche Bergwelt der Ostschweiz begeben. Neben den freundlichen Schweizer Kollegen, kamen auch die Segler aus Italien, Kroatien, Niederlande und aus Deutschland.

Viele der Segler reisten bereits, wohl auch aufgrund der Entfernung, am Freitag an. Aufgrund der Ferienzeit und der Baustellen habe auch ich die Strecke in der Nacht gefahren und war am Freitag um 10.30 Uhr vor Ort.

Thomy Blatter war bereits am Wasser um das umfangreiche Umfeld für die Woche zu gestalten. Ich konnte wieder einmal feststellen das an alles gedacht war, und es jedes Jahr eine Neuerung gibt. Dafür, dir lieber Thomy schon an dieser Stelle einen großen Dank. Es war perfekt.

Wer den August in der Lenzerheide schon mal erlebt hat der weiß das man sich am Regattatag,  morgens nicht übermäßig beeilen muss. Der Wind setzt meist erst so gegen 10.30 Uhr ein. Somit ist genügend Zeit da um alle notwendigen Vorbereitungen zu tätigen.

Für diese Jahr hatte sich Thomy exzellente Verstärkung in sein Team geholt. Als PRO konnte er Geerd Geelkerken und Harry Drenth für das Ranking gewinnen. Zusammen mit Renate Obenland und Hanni Geelkerken für die Zieleinlaufkontrolle, ein souveränes Team. Schön auch, dass man sich von der WM in den USA bereits kannte und es so zu einem Wiedersehen kam.

Nach erfolgter Begrüßung und Vorstellung der Verantwortlichen, wurde ab ca. 11.00 Uhr bei Sonnenschein und herrlichem Nordwind ( 7-12 Knt) gesegelt. Schnell positionierten sich die bekannten Gesichter auf den vorderen Plätzen, aber auch im Mittelfeld und am Ende des Feldes wurde einem nichts geschenkt. Gut so. Überhaupt konnte ich feststellen das nicht nur die Anzahl der Segler, sondern auch die Qualität der Teilnehmer zum Vorjahr gestiegen ist. Das macht die Segelei spannender und anspruchsvolle, auch schon deshalb weil beschlossen wurde alle Teilnehmer ohne Observer in einer Gruppe zu starten. Großes Lob auch für diese Entscheidung, so wurden die lästigen Wartezeiten zwischen den Gruppen vermieden.

Zum Nachmittag hin frischte der Wind ein wenig auf, aber immer noch im beherrschbaren Rig 1 Modus. Eine Wettfahrt folgte der nächsten, sodass am Samstagabned bereits 14 gewertete Wettfahrten auf der Ergebnisliste vorzufinden waren. Regattaende am Samstag war so gegen 17.30 Uhr , bei immer noch angenehmen Temperatur,- und Wetterbedingungen.

Nach ruhiger und entspannter Nacht auf dem nahe gelegenen Campingplatz im Wald, ging es warmer Dusche und kurzem Frühstück, wieder zurück an den Heidsee.

Bereits in der Nacht hatte sich das Wetter geändert und am Sonntagmorgen war der Himmel wolkenverhangen. Es war dann auch nur noch eine Frage der Zeit bis sich, bei leichter Luftbewegung aus Süden die ersten Regentropfen ergossen. Bei zu schwachem Wind war bis halb zwölf nicht an Wettfahrten zu denken. Als der Himmel aufklarte kam auch der leichte Zug aus Süden wieder das Tal hoch. Es konnten dann die weiteren Läufe bestritten werden, allerdings war es trickreicher und taktisch schwieriger als am Vortag.

Angesichts der 25 gesegelten Wettfahrten wurde der letzte Start so gegen 14.30 Uhr gestartet.

Am Ende waren die drei Italiener Matteo, Pierlugi und Gianlugi auf den ersten drei Plätzen zu finden. Gerade die zwei erstgenannten haben sich ein enges Regattawochenende gegönnt. Am Schluss nur einen Punkt auseinander. Auch ich war mit meiner Platzierung sehr zufrieden, hatte ich das mir im Vorfeld selbst gesteckte Ziel, voll und ganz erreicht.

Es war auch in diesem Jahr wieder ein Riesenspaß in Lenzerheide die Klingen mit so vielen guten Seglern zu kreuzen. Wer nicht dabei sein konnte oder wollte, der hat wieder einmal etwas verpasst.

Grossen Dank an dieser Stelle nochmals Thomy, Geerd, Harry, Renate, Hanni, Hannecke und Walter. Für eure Freizeit, für eure Geduld, für eure Engagement, für eure Bereitschaft solch ein Event durchzuführen !

Ich hoffe das im nächsten Jahr noch mehr Segler den Weg in den Kanton Graubünden finden werden um sich dort fair mit anderen zu messen.

Oliver Weiss

GER 93

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