Dieser Teil der AFM wendet sich insbesondere an den Veranstalter bzw. den Organisator einer DSV-RC-Segelregatta und soll deren Durchführung erleichtern.

Vorbereitung der Regatta (Hinweise)

  • Festlegung eines Regattatermins möglichst bis zum 15. Dezember des Vorjahres in Abstimmung mit dem Segelterminkoordinator.
  • Auswahl eines geeigneten Geländes. Vorbereitung des Geländes mit Schaffung von guter Sichtmöglichkeit und Abstellfläche für die Boote.
  • Klärung aller finanziellen Fragen.
  • Wenn nicht vorhanden, Einrichtung von sanitären Anlagen.
  • Bergungsmöglichkeiten organisieren
  • Auswahl eines geeigneten Wettfahrtleiters, der nicht unbedingt dem veranstaltenden Verein angehören muss.
  • Ausrüstungsgegenstände auf Vollständigkeit prüfen (siehe Materialcheckliste)
  • Erstellung der Ausschreibung und Veröffentlichung mindestens 8 Wochen vor Regattatermin
  • Benachrichtigung der Presse über die vorgesehene Regatta. Bei entsprechenden räumlichen Möglichkeiten sollte auch um Publikum geworben werden, um unser Hobby einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Kriterien zur Auswahl des Geländes

  • Freie Einfallsmöglichkeit des Windes, zumindest aus der vorherrschenden Windrich-tung. Eventuell ist es auch sinnvoll, von der üblicherweise benutzten Startstelle auf einen ganz anderen Bereich des Sees auszuweichen.
  • Weiter zu beachten ist der Pflanzenbewuchs im See oder sonstige Verunreinigun¬gen, z.B. durch Fremdkörper. Sonstige Hindernisse, im Wasser schwimmend oder auch fest verankert, sollen (wenn möglich) entfernt werden. Dies gilt insbesondere für den Startraum.
  • Sicherzustellen ist auch eine gute Sichtmöglichkeit für die Steuerleute auf den gesam¬ten Kurs von einer einzigen Position. Der Ort des Einsetzens ins Wasser muss nicht unbedingt der Fernsteuerungsposition entsprechen.
  • Für das Einsetzen der Boote ins Wasser sollte ein Steg oder eine ähnliche Anlage vor¬handen sein.

Bergungsmöglichkeit

Es muss eine Bergungsmöglichkeit für Havaristen organisiert werden. Soweit ein Bergeboot und dessen Benutzung durch Segler vorgesehen ist, sollten Rettungswesten benutzt werden.

Hilfsmittel / Materialcheckliste

 

  • Steg, Bergeboot, Rettungsweste, Startstellenzelt bzw. Unterstellmöglichkeit
  • Observermarkierung (z.B. Signalwesten oder Mützen)
  • Bojen mit Ziffern versehen, (ggf. Fluchtstange für Ufer)
  • Mikrofonanlage + Verstärker (ggf. vom VdMYS ausleihbar)
  • Startband und Abspielgerät
  • Stromversorgung für die Startstelle
  • Lautsprecher und Kabel
  • Tisch für die Startstelle
  • Starttafel, Magnetkarten für Starttafel (evt. Laptop)
  • Stift wasserfest (rot, grün, blau)
  • DSV-Observerblätter und Schreibstifte, DSV-Protestformulare
  • wasserfeste Kurstafel und Stifte
  • Absperrband, Stangen für Absperrung, Müllbehälter
  • Gewichte, Seil und Zubehör
  • AFM , WR in der jeweils neusten Auflage
  • Diktiergerät, Stoppuhr, Taschenrechner
  • Schreibstifte, Papier
  • Urkunden, soweit vorgesehen, vorschreiben oder drucken
  • Quarzverteilungsliste, Kassiererliste für Startgeld
  • Segelanweisung
  • Preise

Fettgedrucktes gilt als Mindestanforderung

 

Inhalt der Ausschreibung

  1. Regattaart ( Ranglisten- oder Freundschaftsregatta)
  2. Angabe des veranstaltenden Vereins und des Verbandes.
  3. Angabe des Datums und der Klassen, die gesegelt werden sowie der genauen Uhrzeit für den ersten Start. Des weiteren muss die Uhrzeit angegeben sein, nach der kein weiterer Durchgang erfolgt. Bei Mehrtagesregatten ist vorgeschrieben, dass der Start des letzten Durchgangs am letzten Tag nicht später als 14.30 Uhr zu erfolgen hat.
  4. Genaue Angabe des Veranstaltungsortes. Eine Anfahrtsskizze sollte der Ausschreibung beigelegt sein bzw. eine genaue Beschreibung der Anfahrt sollte erfolgen.
  5. Angabe der Registrierungszeiten für gesegelte Klassen.
  6. Angabe der Startgebühr je Klasse und Boot, die bei Registrierung zu zahlen ist.
    (Startgebühren sind bei der Nichtteilnahme an einer Regatta, zu der man sich angemeldet hat, immer zu zahlen.)
  7. An dieser Stelle erfolgt ein Hinweis auf das vorgesehene Regattasystem (siehe hierzu Teil IV) und die in diesem Heft enthaltenen Segelanweisung.
  8. Angabe des Wettfahrtleiters.
  9. Es sind mindestens 4 Paar zugelassene Quarze mit der Meldung anzugeben. Im 440 MHz Band reichen 2 Quarze.
  10. Angabe über die zu vergebenden Preise.
  11. Angabe zum Meldeschluss (Poststempel, ca. 10 Tage vor der Regatta)
  12. Angabe der Meldeanschrift. Die Meldung ist schriftlich per Brief, Fax oder Mail abzugeben. Sie muss Name, Adresse, Segelnummer, Klasse und Frequenzband sowie die vorhandenen Quarze enthalten.
  13. Hinweis auf Unterkunftsmöglichkeiten am Regattaort.
  14. Hinweis auf mögliche Verpflegung.
  15. Hinweis auf den Haftungsausschluss des Veranstalters
  16. Unterschrift des Verantwortlichen für die Ausschreibung.