Hm...ich darf einen Bericht schreiben! Unerwartet, sehr schön und nach einer Nacht Schlaf auch etwas frustriert über die eigene Dummheit.
Aber der Reihe nach...
Ich bin Freitag Mittag schon angereist, um dem unvermeidlichen Verkehr aus dem Weg zu gehen.
Vor Ort war es dann doch etwas nass, aber das störte nicht denn unsere zwei Polen, Axel, Marcus und Holger waren schon da. Da stört auch der Regen nicht, wenn die Begrüßung nett ausfällt!
Im Laufe des Nachmittags kamen immer mehr Skipper und es wurde gequatscht, gelacht und zwischendurch bisschen gesegelt.
Beendet haben wir den Tag beim Griechen... Markus, Axel, Mani und ich hatten einen wirklich netten Abend.
Der Samstag empfing uns dann mit leichtem Wind aus zu südlicher Richtung. Glücklicherweise hatte Holger den Start auf 11 Uhr gelegt und das hat dann auch ganz gut gepasst.
Ein kleiner Testlauf zeigte die Schwierigkeiten deutlich auf und die Wettfahrtleitung entschied sich zu warten - sehr gute Entscheidung!
Irgendwann- seid mir nicht böse, aber mir fehlen ziemlich viele Erinnerungen - ging es dann los.
Der Wind war relativ leicht, unstetig und schralend, aber doch segelbar.
Die ersten Läufe waren dementsprechend auch sehr streuend, nur Gerd war ziemlich konstant in der Führungsgruppe.
Je weiter der Nachmittag voran schritt, um so stabiler wurde der Wind und Yogi konnte mit seiner Starkers richtig auftrumpfen!
Bei allen anderen ging es ziemlich gemischt weiter - es bedarf halt doch Übung und Gewöhnung an sein Boot. Da reichen 4-5 Regatten mit einem 10r im Jahr nicht.
...und ein voller Magen tut da sein Übriges! Man, waren das Gegrillte und die Salate lecker...
Pünktlich, als die Sonne genau auf der Ablauftonne stand, wurde dann der erste Tag beendet.
Der Sonntag empfing uns mit der perfekten Windrichtung und Stärke.
Schlecht für Yogi, aber sehr gut für Gerd! Dementsprechend legte Gerd auch gleich eine Reihe sehr guter Läufe hin...seine Kamsin kann wirklich rennen.
Leider verstärkte sich der Krautfaktor deutlich. Ich vermute, das die Tage vorher der Wind das Kraut weggedrückt hat und jetzt wieder zurück trieb. Jeder hatte damit zu kämpfen.
Lustig war es nicht...
Deutlich in Führung liegend, aufgeschnupft zu werden ist ein mieses Gefühl. Man kann es aber auch ausgleichende Gerechtigkeit nennen, stimmts Dieter?
Leider kam es immer wieder zu unnötigen Kontakten. Man kann jetzt sagen, es lag am zunehmenden Wind, aber im Endeffekt lag es an uns Skippern! Man muss mit diesen großen und schnellen Booten nicht auf der letzten Rille segeln. Zumal uns allen die Erfahrung mit den 10r fehlt. Meine Meinung...
Böse erwischt hat es dann Mani Brändle...ihm wurde das Ruder abgefahren. Schade, denn er hat sich gut geschlagen!
Pünktlich, kurz nach halb Drei, wurde dann die Regatta beendet.
Ganz ehrlich-keiner wusste, wie es ausgegangen ist! Yogi und Gerd hatten keine Ahnung, ich sah mich deutlich weiter hinten. Vier DNS sind deutlich zu viel, um vorn dabei zu sein!
Den Sieg hätten beide verdient, denn sie waren einfach konstanter als wir anderen.
Gewonnen hat Yogi. Hört sich klar an, aber wenn die besseren dritten Plätze die Entscheidung bringen, sagt das Alles.
Zur wirklich schönen Siegerehrung war auch der Vereinsvorstand anwesend. Er hatte sich ein, zwei Läufe angesehen und zeigte sich doch beeindruckt von dieser Art Segeln mit "Modellbooten". Wir wurden jedenfalls deutlich zum Wiederkommen animiert! Ich?-Jederzeit!
...und den größten Anteil an dieser Wohlfühlveranstaltung hat Holger mit seinem Team!!! Ich kann euch allen nicht genug danken. Macht bitte so weiter.
Nicht nur Sonnenschein? Nicht tragisch...ich würde es als Schleierwolke betrachten.
Ich würde mir härtere und aggressivere Wettfahrtleitungen wünschen. Das im Allgemeinen...bei jeder Regatta!
Der Job ist nicht einfach und man legt sich teilweise mit Freunden an, aber ich glaube, kein Skipper wird wegen einer harten Entscheidung eine Freundschaft aufkündigen.
Auch fehlten mir 4-5 Skipper am Start...
Arbeit, Gesundheit und andere gute Gründe haben es leider nicht ermöglicht. Hoffentlich nächstes Jahr wieder...
Mein persönliches Fazit...
Die DM ist an mir vorbei geflogen.
Ich fühlte mich extrem entspannt, obwohl ich durch eigene Dummheit vier Läufe nicht bestreiten konnte.
Das Miteinander war einfach großartig!
Das nagelneue Boot hat mich extrem positiv überrascht und mir das Segeln sehr leicht gemacht.
Ich habe nichts erwartet und alles bekommen!



