WM 2026 DATCHET WATER UK
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hier kommt der Bericht zum heutigen vierten Tag – und ich muss ehrlich sagen, die Stimmung ist nach diesem Verlauf ziemlich im Keller.Dazu kommt, dass ich heute erst das volle Ausmaß des DSQ-Dramas von Dienstag (Lauf 11, direkt vor dem Layday) schwarz auf weiß bekommen habe. Da man mir am Steg überhaupt nicht Bescheid gesagt hatte, wurde ich nachträglich disqualifiziert und mit der maximalen Höchststrafe von 85 Punkten belegt (84 Teilnehmer plus 1). Hätte man mir rechtzeitig ein Signal gegeben, hätte ich das Rennen einfach aufgegeben und wäre in meiner damaligen Gruppe als Letzter gewertet worden, was wesentlich weniger Punkte bedeutet hätte. So ist das eine absolute Katastrophe für das Klassement.Der heutige Tag begann dann mit Südwind und extrem drehenden, schwachen Bedingungen. Aus meiner Sicht hätte man diese Läufe von Anfang an gar nicht durchgehen lassen dürfen. Ich musste auf dem Südkurs zum Glück nicht ran und bin in der D-Gruppe geblieben, während sich die anderen drei Skipper aus der Gruppe in die C-Gruppe hochgearbeitet haben.Erst als wir später auf den Südwestkurs gewechselt sind, ging es für mich los. Der Wind war allerdings so minimal, dass in Deutschland mit Sicherheit abgebrochen worden wäre. Die Boote standen teilweise komplett, und gefühlt waren wir auch deutlich über dem Zeitlimit von 20 Minuten pro Lauf.Trotz der Bedingungen lief es für mich anfangs richtig gut: Ich habe den D-Lauf mit großem Abstand gewonnen und bin hoch in die C-Gruppe. Auch dort lief der Start perfekt. Ich lag das gesamte Rennen über auf einem bombensicheren dritten Platz – der Aufstieg in die B-Gruppe war eigentlich schon eingetütet.Und dann kam das absolute Drama: Genau einen Meter vor der Ziellinie ging bei mir und den Booten um mich herum absolut gar nichts mehr. Totale Flaute. Von der Seeseite kam währenddessen ein Hauch von minimalem Wind, der die anderen Boote mit Schleichfahrt an uns vorbeigeschoben hat. Einen Meter vor dem Zielstrich zu verhungern und den verdienten Aufstieg so zu verlieren, ist einfach nur frustrierend und sportlich bitter.Wie die Wettfahrtleitung solche Läufe bei diesem Wind überhaupt werten kann, ist mir ein Rätsel. Bei der heutigen Besprechung wird es deswegen am Abend mit Sicherheit noch richtig Ärger geben. Ich werde mir das allerdings ersparen und gehe erst gar nicht hin – bringt ja doch nichts.
Grüße aus Datchet,
Torsten
"Elvstrom hat uns gelehrt, dass man nichts gewonnen hat, wenn man beim Gewinnen des Rennens den Respekt seiner Konkurrenten verloren hat."
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- ger19
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Das geht gar nicht.
Wir machen uns in der AFM Gedanken über
5 kn usw., das ist hier egal.
und das bei einer WM
Obwohl ich glaube bis so um 14:00 bei südkurs ging es noch.
Bei mir ging es heute direkt über D nach C, wo ich geblieben bin.
Die Bedingungen sind eben nicht fremd, 1 bis 2 Beaufort, keine Welle, segeln können wir ja.
Für B und A reicht es natürlich nicht , aber seit heute bin ich im Soll. Wenn jetzt noch das nächste eingefahrene C - Ergebniss morgen dazu kommt , nach B und A lauf sieht es noch schöner aus.
Hoffentlich finden die Läufe auch statt.
Mir dem Wind soll es in den nächsten 2 Tagen immer schlechter werden.
Schauen wir mal.
Ich möchte noch was zum Sport sagen.
Races von 9:30 bis 18;30, 18000 schritte am Tag, mittlerweile gehe ich so langsam auf dem Zahnfleisch.
Meine Frau wird am Sonntag zurück viel fahren müssen.
Schönen guten Abend ins schöne Deutschland
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- ger15
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Vegetarier kommt ursprünglich aus dem indianischen Sprachgebrauch, und bedeutet "zu blöd zum jagen oder fischen.
Wenn man schlau ist, kann man sich doof stellen, umgekehrt wird’s schwierig.
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hier kommt der Bericht vom vorletzten Wettfahrttag – und heute lief es glücklicherweise wieder einiges besser!
Wir hatten heute richtig ordentlich Wind, eigentlich schon fast am A Maximum. Ich bin zwischenzeitlich sogar mit dem B-Rigg gesegelt, was eine hervorragende Entscheidung war, denn das Boot lief damit richtig gut und ich bin prompt aufgestiegen. Danach hat mich allerdings der klassische Herdentrieb gepackt: Weil ich fast der Einzige mit dem kleineren Rigg war, habe ich mich nicht getraut, es weiter draufzulassen, und habe wieder gewechselt.
Trotzdem ging es aufwärts: Von der C-Gruppe hoch in die B-Gruppe und von dort aus direkt rein in die A-Gruppe!
Aber man muss ganz ehrlich sagen: In der A-Gruppe zu segeln, macht einfach keinen Spaß. Da herrscht ein ganz anderer, verbissener Ton. Es wird wegen jeder absoluten Kleinigkeit sofort Protest geschrien. Bei dichtem Vorbeifahren oder minimalen Situationen kommt sofort Protest.
Ein Konkurrent wollte mich direkt austesten und hat wegen Luv-Protests gemeckert, nur weil ihm 50 Zentimeter Platz nicht gereicht haben. Da wird man mit der Zeit einfach mürbe. Ich muss auch ganz offen anerkennen: In dieser Spitzengruppe bin ich aktuell einfach überfordert, da fehlt mir die nötige Abgebrühtheit. Nach dem Ausflug nach ganz oben ging es dann für mich wieder zweimal abwärts, sodass ich den Tag schlussendlich in der C-Gruppe beendet habe. Bei Norbert war es heute ein ständiges Auf und Ab, er ist auch extrem viel gesegelt.
Dieser ganze Tag hat mir wieder einmal vor Augen geführt, was das eigentliche Problem an diesem HMS-System bei so vielen Teilnehmern ist: Man segelt permanent mit der Angst im Nacken. Es geht eigentlich nur darum, den Einteilungslauf irgendwie zu überstehen und bloß nicht unter die letzten sechs Boote zu geraten, um nicht abzusteigen. Beim Segeln blockiert mich diese Angst total. Ich erwische mich ständig dabei, wie ich auf dem Wasser die Boote vor oder hinter mir durchzähle, um zu sehen, ob ich auf- oder absteige. Dieser immense psychische Druck nimmt mir jede Leichtigkeit. Damit kann ich nicht vernünftig und frei segeln – das System ist für mich einfach Mist.
Dafür gab es am Ufer ein extrem wichtiges und erfreuliches Gespräch. Ich habe mich lange mit Fred unterhalten und ihm ganz klipp und klar gesagt, dass ich zur Europameisterschaft nach Finnland nicht anreisen werde, wenn dort wieder nach HMS gesegelt wird. Er konnte mir daraufhin fest zusichern, dass in Finnland nach SHRS gesegelt wird! Das hat meine Laune schlagartig gehoben. Jetzt bin ich wieder gut gelaunt und freue mich richtig auf die Euro, weil das Segeln dort unter ganz anderen Voraussetzungen stattfinden wird.
Morgen steht nun der letzte Tag an, und danach geht es wieder nach Hause.
Grüße aus Datchet,
Torsten
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- ger15
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Du hast es ohne es wahrscheinlich zu wollen auf den Punkt gebracht. SHRS oder MSS im DSV fördert nicht die Leistung. Das ständige mischen der Gruppen nimmt den Leistungsdruck und wie selbst früher erlebt können die taktisch versierten Segler es auch missbrauchen in dem sie ihre Platzierung so steuern, dass sie den stärksten Gegnern immer wieder aus dem Weg gehen.
HMS schafft Druck aber es geht bei einer WM darum den besten der Welt zu ermitteln. Und dann sollen in der A Gruppe auch die besten ständig gegeneinander segeln um den Besten zu ermitteln Ein Start in der A Gruppe ist bei der WM was anderes als bei einer lokalen RL und so soll es auch sein. Sich da durchzusetzen ist schwierig aber wenn es einem gelingt eine große Genugtuung.
Viele Grüße
Nigel
GER 3
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Von C nach D wieder nach C usw. 4 mal.
Ich bin heute sehr viel gesegelt
Allerdings, wenn mir vorher jemand gesagt hätte, du hast nicht viel mit Heat E zu tun, hätte ich das sofort unterschrieben.
Aber fast immer erster Absteiger zu sein gefällt mir auch nicht, ist aber wohl meine Grenze.
Heute eigentlich sehr schönes segeln, auch wenn das Bein über Backbord 80 % vom Kurs beträgt.
Starts, sogut wie alle Starts gehen in die 2 oder dritte Runde, nach dem dritten Gesamtrückruf Flagge U (ist das glaube ich) und dann sehr oft (sagen wir 50%) über Black Flag.
Hier tut sich sehr stark Heat A hervor.
Ansonsten Südwind über Mittag B Rigg, vorher und nachher A Rigg, und ausgesprochen heiß .
Segeln zwischen 09:30 und 18:30.
Heute war ich am Schluss nochmal drann, um 17:50.
Schluss war um 18:07
Dadurch habe ich morgen erst mal Zeit und Ruhe
Jetzt ein leckeres Glas Wein und den Abend mit meiner Frau genießen.
Morgen letzter Tag, schauen wir was rauskommt, bisher bin ich im Soll.
Erstes Soll: nicht nur in Heat E rumfahren.
Habe ich geschafft, egal was morgen passiert.
Zweites Soll: nicht ein Endergebnis mit 7 oder 8 als erste Zahl, momentan mit Platz 68 erreicht, aber nur knapp, muss ich noch dran arbeiten.
Liebe Grüsse ins schöne Deutschland
Norbert
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als reine Leistungsgeschichte betrachtet hast du damit absolut recht. Um am Ende den absolut Besten der Besten zu ermitteln, kann man das so machen – für die Top 10 mag dieser extreme Druck genau das Richtige sein.
Aber man darf nicht vergessen: Wir sind hier über 84 Teilnehmer. Wenn man das System so auslegt, dass es am Ende den restlichen 74 "Normalo-Seglern" den kompletten Spaß raubt, dann läuft aus meiner Sicht etwas falsch. Eine Weltmeisterschaft sollte doch im Kern immer noch eine Segelveranstaltung für das gesamte Feld sein.
Dazu kommt beim HMS noch die massive Komponente Glück: Ob du in einem Lauf nun Platz 6 oder Platz 7 belegst, ist dermaßen entscheidend für den Verlauf der gesamten weiteren Rennen. Das wirft dich sofort in eine völlig andere Gruppe und beeinflusst deine Reihenfolge extremst – das hat dann oft mehr mit einer glücklichen Böe oder Pech an der Tonne zu tun als mit reinem Können.Und was bei diesem System auch absolut nervig ist, ist diese ständige Warterei wegen der Protestverhandlungen. Da müssen 82 Segler am Ufer rumstehen und däumchendrehen, nur weil zwei Leute sich wegen irgendeiner Kleinigkeit protestieren. Dass dafür teilweise eine Dreiviertelstunde der gesamte Segelbetrieb komplett stillsteht, ist absolut unnötig und überflüssig.
Der entscheidende Vorteil beim SHRS ist ja gerade, dass das sportliche Niveau trotzdem absolut fair und hoch bleibt. Durch die feste mathematische Einteilung steht die Reihenfolge, wer in welchem Lauf gegen wen segelt, von vornherein unveränderlich fest. Das System ist absolut transparent und zu 100 % manipulationssicher. Man kann sich seine Gegner nicht aussuchen.
Der positive Unterschied ist aber: Man hat diesen permanenten, blockierenden Druck und diese Glückskomponente der ständigen Auf- und Absteigerei nicht im Nacken. Man geht frei im Kopf aufs Wasser, segelt einfach flüssig viel mehr Läufe mit einer Gruppe weniger durch, und am Ende des Tages entscheidet genauso die reine Leistung über die Platzierung.
Grüße,Torsten
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Dieser Leistungsdruck gepaart mit übertriebenem Ehrgeiz einiger Segler und ggf. auch noch kommerziellen Interessen, kann unerträglich sein und die Freude am Hobby verderben.
Und letztlich werden sich die wirklich Besten bei jedem System durchsetzen nur mit dem Unterschied, dass wir nicht eine große Zahl an Seglern frustriert zurücklassen.
Dieser Hintergrund war ein wesentlicher Antrieb für mich seinerzeit das MSS zu entwickeln.
Und es hat mich sehr gefreut zu sehen, dass der erste Teil des SHRS der Kroaten genau dies aufgreift.
Habt Beide noch viel Freude bei den letzten Läufen.
Grüße
Gerd
10 Rater Referent DKVRCS
Technical Committee Chairman ITCA
Member IRSA Class Committee for ITCA
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- ger15
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der letzte Tag der Weltmeisterschaft ist Geschichte! Bevor ich zu meinen eigenen Läufen komme, möchte ich als Erstes den Hut vor einer ganz außergewöhnlichen Leistung ziehen:
Alexis Carré ist der neue Weltmeister!
Was er hier abgeliefert hat, war absolut überragend. Es ist der Wahnsinn, diesem Mann beim Segeln zuzugucken – sein Boot ist unglaublich schnell und er macht taktisch so gut wie keine Fehler. Mein vollster Respekt für diese Leistung!
Für uns andere hieß es heute erst einmal: Warten, warten und nochmals warten. Zwischen totaler Flaute und extrem drehenden Winden ging es lange Zeit hin und her. Da meine Gruppe mit dem C-Lauf als Erste an der Reihe war, habe ich gefühlt eine Ewigkeit auf dem Wasser verbracht, ohne dass überhaupt gesegelt werden konnte. Aber so ist das nun mal beim Segeln.Als es dann endlich richtig losging, lief es für mich verdammt gut. Ich war taktisch stark unterwegs, hatte einen super Rhythmus und konnte den C-Lauf mit einem deutlichen Vorsprung gewinnen! Das hat mich zum Abschluss noch mal richtig gut zurück ins Spiel gebracht.
Mit breiter Brust ging es also in den B-Lauf. Ich war gut im Mittelfeld dabei und eigentlich bester Dinge, als mich das Pech eiskalt erwischt hat:
Zum dritten Mal in dieser Regatta-Serie ist mir das Vorstag gerissen! Schuld daran sind diese gelaserten Haken – die Dinger sind der letzte Mist, absolut scharfkantig und schneiden das Vorstag mit der Zeit regelrecht durch. Es kam, wie es kommen musste: Totalausfall und damit Letzter im B-Lauf.Aber trotz des frustrierenden Abschlusses und dem Spruch „Hätte, hätte, Fahrradkette“: Die Tendenzkurve zeigte zum Ende klar nach oben, und es wäre ohne die Defekte und das Ziellinien-Drama wesentlich mehr drin gewesen. Ich bin wieder um eine Erfahrung reicher und die neuen, runden Haken aus Draht sind bereits bestellt!
Für Norbert war der Tag heute leider eine reine Geduldsprobe: Da er gestern den letzten Lauf in der D-Gruppe bestritten hatte und heute mit der C-Gruppe weitergemacht wurde, ist er den ganzen Tag überhaupt nicht mehr zum Segeln gekommen.
Und selbst diese eine Wettfahrt zu Ende zu bringen, hat sich schlussendlich bis kurz vor 17:00 Uhr hingezoooogen.
Morgen geht es endlich wieder nach Hause.
Grüße aus Datchet,
Torsten
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Glückwunsch zu der Teilnahme der IOM WM in England.
Ich hoffe das ihr die 8 Tage genossen habt.
Gruß Yogi
Ich wünsche euch morgen eine gute Heimreise.
P.S. Glückwunsch an den neuen Weltmeister aus Frankreich, Alexis.
FRA 73 zu beobachten war für mich ein großer Genuss.
Mit 40 Punkten Vorsprung eine WM zu gewinnen, das ist, glaube ich persönlich, auch Weltrekord.
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- GER11
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laut finaler Ergebnisliste des Veranstalters sogar 40 Punkte!!!…Mit 31 Punkten Vorsprung eine WM zu gewinnen, das ist, glaube ich persönlich, auch Weltrekord.
Chapeau - hat es glaube ich noch nie gegeben!
Ian Vickers wäre mehr als glücklich/stolz - nach der WM 2024 mit P2 und P3 seine V12 auf P1 zu sehen … RIP!
Vielen Dank an Alexis Carré FRA73 für dieses Vermächnis!
… GER11
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- ger19
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