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Was ist sonst zu sagen? Eine Nationenwertung hätten die Engländer überlegen gewonnen (8 Teilnehmer unter den ersten 20), gefolgt von Frankreich (4) und Deutschland (2).

wm_m_98_5 C. Helder (NED 16) benutzt diese pfiffige Lösung zum Aufbewahren und zum Transport der Segel auf dem Dachgepäckträger

Die Engländer dominieren in jeder Hinsicht, sie fahren ruhig, sachlich, clever, taktisch. Sie wissen alle wer vor, neben oder hinter ihnen ist, nennen ihn im Zweifelsfall mit der Segel-Nummer, geben klare und vollumfängliche Warnhinweise, und wenn es sein muß, auch Protest. Da haben wir noch viel zu lernen in puncto Übersicht und Verhalten.

wm_m_98_4P. Sol ist ein bekannt aggressiver Segler, man sieht es am Bugfender seines Bootes ...

Die großen Verlierer waren die Franzosen, denn sie wollten bei Heimvorteil zeigen, daß sie vor Jahren die WM in England nicht zufällig gewonnen hatten. Goubet und Bres fuhren eine gute WM im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Bei dem ehemaligen Weltmeister Boisnault war aber deutlich zu spüren, daß er in letzter Zeit nicht sehr aktiv war. Sol ist zwar französischer Meister 1998, in vielen Situationen aber so aggressiv, daß zwangsläufig Proteste eine bessere Plazierung verhinderten und sein Bugfender schon nach einigen Läufen arg ramponiert war.

Auch die Italiener blieben weit unter ihrer sonstigen Klasse. Sie sind exzellente Leichtwindfahrer und kennen Verhältnisse wie bei dieser WM noch weniger als wir Deutschen.

Mit ramponierten Schwerwetter-Riggs, einem mit Rosewein gefüllten Glas-Eiffelturm und vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen ging es nach einer erlebnisreichen Woche wieder nach Hause.

 

 

logosmOriginal erschienen in der Zeitschrift Schiffsmodell  des Neckar-Verlags 11/1998 Autor: Gerhard Schmitt.
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