Beitragsseiten

Der Bau der Riggs.

 

image069 An den Formteilen werden die Halter für das Großschothorn und für den Fockhalspunkt aus 1,5mm Draht Haken gebogen und mit dünnen Kevlarstrippen und Sekundenkleber angeklebt. Zudem ist ein 1mm dünner Draht zur Fixierung und Einstellung angebaut, der für eine festen Einstellung mit den Löchern am OK Baum sorgt.

 

 

 

 

Beim Anbauen der Lümmelbeschlaghalterungen am Mast sorgfältig arbeiten, damit das Groß auf dem Vorwindkurs auf der einen Seite nicht dichter ist als auf der anderen; ich klebe das alles mit Sekundenkleber am Mast fest. Nebenbei kann man auch die Messmarken am Mast anbringen (hier spricht der Vermesser, wird gerne vergessen). image070

 

 

 

image072Noch was nebenbei: In der Regel bekommt man beim Kauf eines Servos -zig verschiedene Hebel und Scheiben beigelegt. Die Hebelarme kann man sehr gut als Klemmschieber benutzen. Sie haben normalerweise 1,5mm Löcher und halten die Schot ohne Probleme. Mit dem Seitenschneider einfach abschneiden.
Im Gegensatz zum letzten Jahr fahre ich dieses Jahr nicht mehr Kevlarwanten sondern wieder Draht; vor zwei Wochen ist mir bei einer Kollision, ratz-fatz, das Want abgeschnitten worden. Das ist aber das Schöne bei den Holzriggs, sie brechen meistens nicht ab und verbiegen sich nicht. Einfach ein Band daran geknotet und weiter ging’s. Vorstag, Dirk, Achterstag und Jackstag für das Groß fahre ich aber immer noch Kevlar.

 

image073 Das Jackstag muss auch gleich mit eingeklebt werden; ich bekomme es zumindest hinterher nicht mehr durch (nein, auch Draht konnte ich nicht durchschieben). Die Löcher im Groß mache ich mit einer heißen Nadel. Bei Kevlar braucht man sich da keine Sorgen zu machen. In den Öffnungen ist ein Längschlitz vorhanden, um auch mal am Cunningham, Bill Cunningham, zu ziehen. Da wird dann ein U aus Wantendraht in die in den Mast gebohrten Löcher eingeklebt (Holz, grins) und damit das Groß auf der Mitte vom Mast fixiert. Mit einem dicken Großsegelkopf (viel klebbares Segeltuch) braucht man damit auch keinen Galgen.

 

 

 

 

Wenn man schon dabei ist, die Segel zu machen, sollte man unbedingt auf die Kennzeichnung des Riggs achten, hier ist das Rigg 2 in Arbeit (auch hier spricht der Vermesser. Das wird auch allzugerne vergessen). image074

 

 

 

image076Da es nicht erlaubt ist, die Wanten durch ein Loch im Rumpf mit einer Schraube im Mastfuß auf Spannung zu bringen, befindet sich bei mir die Schraube im Mastfuß. Damit kann ich voreinstellen und mit Haken durch die Ösen der Wantenpüttinge die Spannung erzeugen. Diese Haken werden durch die Ösen gesteckt, in die Wanten eingehängt, der Haken hochgedreht und dann mit kleinen Häkchen am Want eingehängt.

 

image077 Als Baumniederholer oder Achterstagspanner baue ich mir einen Spanner selber. Man nehme einen Angelwirbel, eine Messingrohr 6/4,1 (bekommt man meistens in einem Modellbaugeschäft) und eine 5mm Gewindestange. Das kann man natürlich alles auch aus Niro herstellen, das braucht man (oder kann man, ich zum Beispiel) nicht. Abhängig von der Gewindebohrerlänge wird man den entsprechenden Weg ausführen.

 

 

 

Wie schon gesagt, ging die erste Lackierung in die Hose. Diesmal wurde alles, Deck und Rumpf, gleichzeitig lackiert. Das Ergebnis sind wunderschöne Rotznasen an der Deckskante.

 

image078 Die Haken, die in den Kästen im Vorschiff als Halterung für den Fockbaum dienen, werden mit Bändern durch die Öffnungen im Rumpf gezogen (vorher anfasen, nicht die Bänder, sondern die Löcher) mit Knoten und Sekundenkleber fixieren, anschließend abschneiden und Spachtel oder Tesa darauf, fertig.

 

 

 

 

Drei Vorteile eines Cockpits: Erstens liegt der Segel- und Gewichtsschwerpunkt tiefer (Klassenvorschrift- untere Messmarke muss mindestens 60mm über dem Messpunkt an Deck/im Cockpit sein). Zweitens kann die Schot aus der Cockpitfrontwand herauskommen (relativ trocken) und drittens: Der Schalter kann sicher am Schott angebaut werden (habe ich noch nicht erlebt, dass der mal durch irgendetwas beim Segeln bewegt wurde und zudem auch relativ trocken ist). image079

 

 

 

 

image080 Die Ruderanlenkung ist mit einem 2mm Messingdraht durch ein Bowdenzugrohr in der Cockpitseitenwand ausgeführt. Im Boot ist ein Gabelkopf auf dem Draht, am Servo 90° gebogen und im Ruderhebel mit einer Mutter gesichert. Der Ruderhebel ist ein massives Stück Messing mit einer 3mm Gewindebohrung für die Sicherungsschraube und einer 4mm Bohrung für den Ruderhebel. Der Ruderschaft wird im Bereich des Ruderhebels entsprechend etwas abgeflacht.